Dass der Mensch Liebe braucht, wurde ja bereits erwähnt. Dass der Mensch Hoffnung braucht, ist uns allen sicherlich ebenfalls bekannt. Dass der Mensch beides verlieren kann, ist teilweise umstritten, jedoch nachvollziehbar und was, wenn es eines Tages doch einmal dazu kommt?

Lebenssituationen prägen jeden von uns. Selbst, wenn eine bestimmte Situation für den Einen nur die geringste Bedeutung hat, kann es den anderen das Herz zerreißen und zu Grunde richten.  Brüderlichkeit ist dann das Wichtigste. Aufhelfen, wo noch zu helfen ist.

Doch, können alle seelischen Wunden heilen?

Ich rede vom Enttäuschen und vom enttäuscht Werden. Geht man offen in die Welt, verschließt weder Herz noch Gedanken, läuft man früher oder später Menschen über den Weg, die für den Einzelnen an Bedeutung gewinnen. Doch was, wenn man wiederholt bei jeder neuen Begegnung die Kenntnis gewinnt, dass die zugeteilte Bedeutung der Person nicht angemessen war und man am Ende nicht da steht, wo man eigentlich hin wollte? Was, wenn man bei jedem Mal erneut hofft und bei Null beginnt und alle Energie und noch vorhandene Liebe investiert um etwas zu schaffen, was von Wert ist und am Ende feststellen muss, dass man wieder ein Stück von sich vergeben, doch nichts dafür bekommen hat?

Können wir das Verlorene je wieder aufholen?

 

Identität

7. Februar 2012

Tag ein Tag aus stehen wir morgens auf, stehen unwissend vor dem Kleiderschrank, werfen uns im Stress noch ein Stück Nutellabrot ein, putzen uns die Zähne und gehen aus dem Haus. Jeden Tag weckt uns der Gedanke an das, was von uns erwartet wird. An das, was auf uns zukommt. An das was uns erwartet und an das, was wir bewältigen müssen.

Sind wir nicht die ganze Zeit damit beschäftigt zu planen, unsere Leben zu planen, damit es „ohne Probleme“ weiter geht? Steht die Zukunft und deren Gestaltung nicht jeden Moment im Vordergrund und vergessen wir dabei nicht das Wichtigste? Wo bleibt das Leben?

 Richtig. Es rauscht nur so an uns vorbei und wie oft haben wir nicht schon die Worte gehört „Wie schnell die Zeit vergeht“, wenn wir sie nicht schon sogar selbst ausgesprochen haben? Natürlich vergeht alles, wie im Flug- weil wir in unserer ganzen Planung vollkommen vergessen, den Moment und das eigentliche Leben in seinen wunderschönen Zügen zu genießen. Wir sind jeden Tag so damit beschäftigt beschäftigt zu sein, dass wir dabei ganz vergessen, dass wir nur dieses eine Leben haben und vergessen, Mensch zu sein.

Wo werden wir am „Ende“ stehen, wenn alles, wie gehabt, weiter geht?

Wohin führt wohl das Ignorieren und Vernachlässigen unserer eigenen Identität, wenn wir einmal all das erreicht haben, „was wir uns vorgestellt“ und in unseren Plänen ausgemalt haben? Ich wette den Wenigsten würden Worte, wie „Glück“, „Liebe“, „Spaß“ oder „Lebensfreude“ in den Sinn kommen, wenn sie nach den Zielen der nächsten Jahre gefragt würden. „Erfolg“, „Reichtum“, „Karriere“ und „Sicherheit“ würden in diesem Fall wo unbestreitbar dominant sein. Doch, wen wundert das? Mich nicht.

Natürlich ist jedes menschliche Wesen auf Weiterentwicklung und vor allem finanzielle und zukünftige Sicherheit aus – wäre dies nicht gegeben, würden wir unter dauerhaften Existenzängsten leiden. Doch, was ist mit der Regel vom goldenen Mittelweg? Angenommen, wir verfolgen unser ganzes Leben nur dieses eine materielle Ziel, vergessen dabei alles um uns herum, das Leben, uns als Person und alles was letztendlich die wahre Lebensfreunde in einem Menschen auslöst.

 Erwartet uns am „Ende“ nicht tiefe Trauer?

Ich denke wir sollten darüber nachdenken, was das „wahre Ziel“ im Leben ist, was jeden Einzelnen glücklich macht und ob es sich nicht vielleicht lohnt ab und an Opfer für das Glück zu bringen.

Lebt!                                                                                                                                                                                                                                                                               Lebt für euch.

Restart.

31. Januar 2012

Unter Strom. Das ist wohl die passende Bezeichnung für alles, was gerade vor sich geht und wie ich mich, genau wie alle anderen Studenten, dabei fühle. Eingekreist von Druck, Zukunftsängsten und Selbstzweifeln, ist es schwer sich zwischendurch auch einmal selbst wieder zu finden, weil man die ganze Zeit damit beschäftigt ist das zu leisten, was von einem erwartet wird. Was man selbst von sich erwartet und was die Voraussetzung für alles Weitere darstellt. “Da mussten wir alle mal durch“. Die Wahrheit. Aber trotzdem ist es jedes Mal aufs Neue ein Kampf ums Überleben, ein Kampf, um der Selektion zu entgehen und die Möglichkeit zu bekommen, da weiter zu machen, wo es einen hinzieht. 

Und wieder sollen wir einmal auf die Probe gestellt werden. Wiedereinmal wird überflüssiger Weise getestet, ob wir in der Lage sind Unmengen an, zum Teil unnützen, Wissen innerhalb kürzester Zeit in unsere intelligenten Köpfe zu pressen und es dementsprechend innerhalb von 90 Minuten oder drei Stunden genauso wiederzugeben.  Ist das Leben allein nicht schon eine einzige Probe? Ist es notwendig auf diese Art und Weise die Dinge noch zu verkomplizieren, auch wenn das im Endeffekt nichts über die Kompetenzen des Menschen, denn viel mehr über sein Talent Sachverhalte auswendig zu lernen, aussagt? Überflüssig.

Natürlich kann man mir hier leicht widersprechen und ich gebe auch zu, dass es mehr als notwendig ist den Entwicklungsstand eines Lernenden zu kennen und auch in regelmäßigen Abständen zu evaluieren. Ich möchte nur verdeutlichen, dass ich es als nicht realitätsgerecht empfinde, Lernende nach Noten und Tests zu beurteilen und somit über ihren weiteren Lebensweg zu entscheiden. Viel mehr sollte doch der Individualismus im Vordergrund stehen. Man sollte sich mit dem Wesen und der Art, wie der oder die jenige ihr erworbenes Wissen einzusetzen weiß, beschäftigen und nicht mit deren Kurzzeitgedächtnis. Auswendig lernen kann so gut wie jeder.

In jedem Fall ist diese Vorstellung schwer umzusetzen, aber würde aus den Menschen nicht nur, mit unanwendbaren Wissen ausgestopfte, Marionetten des Systems machen, sondern kreative und selbsterfinderische Köpfe schaffen, die unser Land und vielleicht auch Welten darüber hinaus eines Tages ein Stück voran bringen könnten. Doch auf persönliche Entfaltung und Daseinserweiterung zielt unsere Gesellschaft ja bekanntlich nicht aus.

„Nichts ist gerechter verteilt als die Intelligenz. Jeder glaubt, er habe genug davon.“ (René Descartes)

Leider ist es schwer solch ein System als Einzelne(r) zu brechen, deswegen sind wir wohl oder übel daran gebunden, was andere uns vorgeben und vorleben und werden Tag für Tag weiter in die Richtung getrieben, wo man uns am Ende sehen möchte. Das Einzige, was uns in diesem Moment bleibt, ist unser Bewusstsein, dass die Steuerung zwar über uns ergeht- doch dass wir immernoch in der Lage sind sie zu erkennen und vielleicht eines Tages auch zu durchbrechen. Wichtig dabei ist, sich bewusst zu werden, wer man selbst ist und wo man “am Ende” stehen möchte.

Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg – wenige in Bezug auf das Ziel. (Friedrich Nietzsche)

Haltlos.

25. Januar 2012

Stabilität- wohl eines der angenehmsten Gefühle, das der Mensch empfinden kann. Halt, der einem Sicherheit gibt und das Gefühl, einen Platz zu haben, wo Mensch hin gehört. Doch was, wenn man soetwas nicht besitzt? Was, wenn man sein Leben lang nach diesem Punkt sucht, der einen glauben lässt, angekommen zu sein? Was, wenn man dort nie, oder zu spät ankommt?

Es mag sich vielleicht bizarr anhören, wenn ich von einem “Leben lang” spreche. Natürlich sind zarte 19 Jahre kein Grund zur Verzweiflung, doch der Wunsch nach Halt und Sicherheit ist wohl alles andere als altersabhängig. Mir kam eben in den Sinn, dass Ich doch bisher mein Leben von vorn bis hinten durchgeplant hatte- alles so verlief, wie Ich es mir vorstellte und Ich nichts dem Zufall überlassen habe. Ich denke, der Grund für all das lag einfach darin, dass Ich immer schon nach diesem Ort gesucht habe- den Ich mein “Zu Hause” nennen konnte. Ich habe die Suche nach diesem Punkt geplant, in der Hoffnung bald anzukommen, doch davon bin Ich noch weit entfernt. Nicht zuletzt war jedoch all das der Grund, warum Ich jetzt da stehe, wo ich bin- warum Ich die Erfahrungen gemacht habe, die mich bereichert haben.

“A house is not a home, when your loved ones are gone…” (P.Diddy, I’m coming home)

Hätte Ich vielleicht doch das ein oder andere Mal auf mein Herz hören sollen, und nicht auf meinen Verstand??

Wo Ich dann wäre, kann Ich nicht sagen. Auf jeden Fall nicht hier in Berlin, mitten in einem Studium, was mir alle Türen der Welt öffnet, unter Menschen, deren Gegenwart ich nie wieder missen möchte. Auf der anderen Seite könnte Ich weit weg sein, von den Dingen die mich unglücklich gemacht haben- doch die ich auch gut überstanden habe. Manchmal wünsche Ich mich zurück, vorallem dann, wenn Ich von meinen Liebsten aus Paris höre und die Gespräche mit einigen wunderbaren Menschen da drüben vermisse. Die Wärme, die ich so oft erfahren habe und das Gefühl von Verbundenheit und Brüderlichkeit, das mir jeder einzelne, mir ans Herz gewachsene Mensch, gegeben hat.

“Let the rain wash away all the pain of yesterday…”( ” )

Auf privater Ebene ist da doch alles etwas einfacher. Etwas offener. Etwas menschlicher. Doch ich werde zurück kehren.

Für alles, was passiert, gibt es einen Grund.  Für alles, was man tut, hat man einen Grund. Manchmal tut man Sachen aus den falschen Gründen, was sich am Ende entweder als größte Fehlentscheidung des Lebens entpuppt, oder – ganz im Gegenteil- einem im Leben so viel Erfahrung, Freude und vorallem Lebenskraft gibt, wie man es sich nie vorstellen hätte können. Ich wünsche jedem den Eintritt des zweiten Falls, denn Fehlentscheidungen sind menschlich und sollten nicht bestraft werden.

Ich denke das Wichtigste überhaupt ist, egal was sich einem in den Weg stellt, sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren, auch wenn es heftige Rückschläge geben kann. Rückschläge, die mehr als schwer zu verkraften sind, die uns am Ende jedoch stärker machen sollen, als wir es vorher schon waren.

“So cry if you need to…”(Drake, Doing it wrong)

Denn am Ende haben wir nur uns.

Umbruch.

22. Januar 2012

Wie schnell sich auf einmal alles ändern kann.

Freitag hab ich mich noch damit beschäfigt, wie es wohl wäre, wenn man etwas Fundamentales eingehen würde und welche positiven, oder auch negativen Folgen dies mit sich ziehen würde. Samstag abend sitze ich schon wartend vor meinem Telefon, in der Hoffnung das “er” anruft. Doch bei “ihm” geht es plötzlich um eine völlig andere Person.

Ich war nie der Typ Frau, der sich schnell auf jemanden eingelassen hat, oder der Hoffnung schöpfte aus Situationen, die so nie eine Basis dazu geliefert haben, doch irgendetwas war dieses Mal anders.  Er kam. Und er blieb. Meiner Erfahrung nach, sind diese kleinen Abenteuer, die jeder Single ab und an erlebt, eine zeitlich begrenzte Sache und es ist wohl nicht üblich, dass der Besucher auch noch am Folgetag bis abends deine Gedanken und deine Zeit teilt, mit offensichtlichen Interesse und einem Gefühl von Verbundenheit. Komisch. Ich bin mir nicht sicher, was ich aus diesen 15 Stunden heraus lesen soll, die doch sehr inhaltsreich- und nicht nur körperlich bereichert waren. Es schien mir, als gäbe es eine Basis, doch…

weiß er jetzt zu viel?

Ich bin der Meinung, dass alles Sexuelle, nicht den Stellenwert hat, welcher ihm oftmals zugeteilt wird. Ich denke, dass die Offenlegung der eigenen Seele viel wertvoller und gefährlicher ist, als alles andere, was man einem Menschen anvertrauen kann.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, und zu hoffen – dass diesmal nicht alles ein Irrglaube war.

Freiheit.

20. Januar 2012

Dass Schlussstriche dem Menschen gut tun, ist allseits bekannt. Dass Schlussstriche meist der Anfang von etwas Neuem, etwas Wunderschönen sein können- ist noch wenig erforscht, doch ich glaube daran. Der Schlussstrich von dem Ich rede, wurde nach langer Zeit, und vermutlich auch viel zu spät, gezogen, doch nun war es so weit und seitdem ist auch meine Seele frei. Endlich.

Ich rede von dieser, doch etwas bizarren, Verbindung zu dem Vergangen, die innerlich doch noch auf irgendeine Weise bestand- vielleicht durch Erinnerungen oder unterbewusste Hoffnung. Es war noch nie meine Stärke Beziehungen, sei es zu Freunden oder zu Relationen, die über das Freundschaftliche hinaus gingen, zu beenden. Eigentlich kann ich es gar nicht- und das wird für mich immer und immer wieder zum Problem, sollte der Mensch, um den es geht, einmal eine nennenswerte Rolle in meinem Leben gespielt haben.

Manche Menschen nutzen die Schwächen Anderer aus. Es ist leicht jemanden “bei der Stange” zu halten, bei dem man sich sicher ist, dass er nicht in der Lage ist, die “Beziehung” zu beenden und man somit ganz leicht den eigenen Nutzen daraus ziehen kann und den Menschen in die Richtung lenkt, die einem lieb ist. Alles in dem Wissen, dass man Alles in der Hand hat.

Auch, wenn ich es auch dieses Mal nicht alleine geschafft habe, fühle ich mich doch endlich frei- da es in jedem Fall vorbei ist. Vorbei mit den verschwendeten Gedanken, Nerven und sinnlosen Plänen. Vorbei mit dem Gefühl des Gefangenseins und vorbei mit dem Glauben, es gäbe nichts Größeres mehr.

Ich fühle mich frei.

Und als wäre es ein Zeichen, begegnet man innerhalb kürzester Zeit einer Hand voll unglaublich toller Menschen und erfährt alle Vorteile und Schönheiten der Ungebundenheit und des Neubeginns. Ich habe mich selten besser gefühlt und auch, wenn gerade viel um mich herum passiert, ich spreche von Prüfungsstress und anderen Dingen, die mich in Anspruch nehmen, stehe ich meist mit einem Lächeln morgens auf, freue mich darüber, dass die Sonne scheint und kann den ganzen Tag an nichts Anderes denken, als an die Dankbarkeit, die ich verspüre. Doch darüber muss ich nicht nocheinmal schreiben- ihr kennt ja meine Lebensphilosophie! :)

Seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe- sind einige Wochen vergangen. Ich habe meine Arbeit in Paris beendet und die Zeit wiedereinmal mehr als genossen und musste Anfang Januar wieder in die Realität zurückkehren. Hier begannen für mich umgehend Prüfungsstress und Arbeit, doch auch das geht vorbei. Der nächste Trip nach Paris ist schon wieder geplant ;-)

Warum ich eigentlich wieder begonnen habe zu schreiben, ist der Fakt, dass mich zur Zeit ein Zwispalt beschäftigt, der mir doch mehr oder weniger den Nerv “raubt” und ich nicht weiß, wie ich dieses “Problem” angehen soll. Ich weiß, dass ich in circa einem halben Jahr Deutschland wieder verlassen werde, mein Studium in Cambridge, England weiterführen werde und mindestens zwei Jahre somit wieder im Ausland verbringe.

 Macht es also Sinn zum jetzigen Zeitpunkt, etwas einzugehen, was sich später als hinderlich erweisen, und vielleicht sogar Schmerzen bereiten könnte- selbst, wenn es scheint gut zu “passen”??

Natürlich sucht jeder Mensch nach Nähe,Vertrauen und Geborgenheit- was aber, wenn die spätere Trauer, die das Ganze mit sich ziehen könnte, das Glück und die Freude bei Weitem überragt? Ich glaube, noch fühle ich mich nicht stark genug, dieses Risiko wieder einzugehen…

Wenn man gefragt wird, warum es einen immer und immer wieder an den gleichen Ort zieht- dann kann man wohl davon ausgehen, dass diesbezüglich ein gewisses Heimatgefühl vorhanden ist. “Zu Hause ist da, wo man den Hut hin hängt.”- wahre Worte, auch wenn das in meinem Fall, was den Hut angeht, nicht ganz stimmt- aber wir wissen ja wie das gemeint ist :) Ich bin mal wieder angekommen. Angekommen an dem Ort, wo mich Probleme nur halb so schwer belasten, wo Menschen gegenseitiges Interesse zeigen, wo Freunde Freunde sind und Ich hinein passe.

Ab und an kommt es vor, dass ich um Rat gebeten werde- egal ob es um Beziehungen, Lebensituationen oder anderweitige persönliche Probleme geht. Die “gängigste” Antwort, wenn man das so sagen kann, ist, egal in welchem Fall, zuerst- dass jeder auf sein Herz hören und Diesem folgen sollte, da man sonst der Gefahr läuft einen riesigen Fehler zu begehen, den man später im Leben vermutlich einmal bereuen wird.

Ich selber halte mich nicht daran- doch etwas unglaubwürdig.

Würde ich auf mein Herz hören und Diesem folgen, säße ich jetzt nicht mit meinem Wirtschaftsstudium in Berlin “fest”, dabeo etwas “Vernünftiges” zu tun. Nein, ich wäre hier geblieben, in unendlichen Schulden versunken und hätte am Ende vermutlich gar keine andere Wahl gehabt, als wieder zurück zu gehen.- Da haben wir’s!- Deswegen modifiziere ich meine “gängige” Antwort und sage: “Hör auf dein Herz, insofern dein Verstand deine Entscheidung ein Stück weit unterstützt!” Manchmal ist Nachdenken existenziell.

“Selbstverwirklichung”- ein Wort, das jeder kennt aber nicht jeder weiß umzusetzen.  Streben wir nicht unser Leben lang danach, das sein zu können, was wir gerne sein möchten, oder was wir wirklich sind?

Wir sind dafür verantwortlich unser Leben, unsere Gegenwart und Zukunft, unsere Karriere und unser Glück zu formen. Allein wir haben die Mittel, um alles, was uns persönlich betrifft zu beeinflussen- niemand sonst. Diesen Fakt muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen und sich dann darüber bewusst werden, wieviel Macht eigentlich in unseren Händen liegt. Wir können ein Leben formen, und zwar unser Eigenes.

Wo würden wir heute stehen, wenn wir keine Ziele hätten?

Das Ziel im Leben, bestimmt unseren Weg. Manche haben das Ziel viel Geld zu verdienen. Manche haben das Ziel berühmt zu sein. Manche haben das Ziel, jemand anderes zu sein, und manche haben das Ziel, einfach nur glücklich zu sein. Wie wir dahin kommen, müssen wir selber heraus finden und diesen Weg zielstrebig und mit vollster Überzeugung verfolgen. Der Mensch ist zu Taten fähig, von denen er selbst nicht einmal zu träumen wagte. Doch wissen wir einmal WO wir hinwollen und vorallem WIE wir da hinkommen- steht dem persönlichen Erfolg nichts im Wege. Das sollte sich jeder, der von Selbstzweifeln geplangt wird, ins Gedächtnis rufen.

Nothing is impossible.

Wie Andreas Ackermann in seinem Buch “Easy zum Ziel” schon erwähnte, vermute auch ich, dass der Schlüssel zu all dem, was wir uns wünschen darin liegt uns mit Lösungen zu beschäftigen, und nicht mit Problemen- was der eigentliche Stand der Dinge ist. Wenn wir am Positiven anknüpfen und dem Negativen keinen Spielraum bieten- wie soll es dann zum Fall kommen?

Warum eigentlich dieses ganze Lebensphilosophiegeblabbel?? Hm, ich vermute ich nehme das Leben und die Einstellung der Menschen zur Zeit wieder genauer unter die Lupe, da ich mein eigenes Leben durch die Zeit in meiner Wahlheimat wieder um einiges strenger betrachte, als es normalerweise der Fall ist und ich in meine Theorien all meine Gedanken einbeziehe. Ich denke auch ich bin noch lange nicht am Ende der Reise angekommen, um den Mittelpunkt meiner Welt zu finden, um den sich im Endeffekt alles dreht. Hierbei spreche ich nicht von einem Ort oder einer Person. Hierbei spreche ich von dem so genannten “inneren Frieden”, den Zustand “angekommen” zu sein.

Jeder kennt diese Redensart, doch wer weiß eigentlich etwas damit anzufangen?

 

Sentimental.

15. Dezember 2011

Schon irgendwie ein komisches Gefühl – der Gedanke an das erste Weihnachten nicht zu Hause. Auch, wenn ich immer wieder beteuere, dass Weihnachten für mich keine Bedeutung mehr hat, seitdem vor sieben Jahren meine Familie zerbrach, war es heute äußerst schwer für mich meinen Vater, nach seinem kurzen Besuch, gehen zu lassen. Ich umarmte ihn, und er flüsterte mir das erste Mal ins Ohr: “Ich hab dich lieb.”. In dem Moment spürte ich, ich hatte alles richtig gemacht. Er ist stolz auf seine Große und schon musste er wieder weg. Ich wunk ihm nocheinmal zu, schloss dann  die Tür. Ich hasse diesen Schmerz, der einen dann kurz danach durchs Herz zieht und man die Tür wieder aufreißen und den Menschen umarmen möchte, weil man das Gefühl hatte, man müsse es jetzt einfach tun. Ich habe es nicht getan.

I love you more than music.

Alles scheint sich um Moment zu ändern. So viele Gedanken an Menschen, so viel Sensibilität und Einsamkeit. So viel Sehnsucht nach Familie und Wärme. Bisher versuchte ich mich von diesem ganzen Weihnachtskram fern zu halten, doch heute kam ich nicht drum herum Weihnachtslieder zu singen, in gemütlicher Runde zu sitzen und daran erinnert zu werden, was doch im Leben das Wichtigste ist. Brüderlichkeit.

Menschen lachen zu sehen, weil du ihnen eine Freude bereitet hast. Menschen lachen zu sehen, weil es ihnen gut geht. Menschen lachen zu sehen, weil sie lieben und geliebt werden. Die einzig  wahre Erfüllung, was alle anderen Werte in den Schatten stellt. Dann, bin auch ich glücklich.

Doch auch ich komme nach Hause. Ich kann es kaum erwarten da anzukommen, wo ich mich zu Hause fühle. Kann es kaum erwarten, die Menschen in die Arme zu schließen, die mir viele unvergessliche Erfahrungen und Erlebnisse geschenkt haben und die bis auf ewig eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen werden. Morgen fliege ich nach Paris zurück, ganze zweieinhalb Wochen darf ich die Magie dieses Ortes in mich aufsaugen. Ich kann es kaum erwarten, das Glück durchströmt mich förmlich. Ich freue mich erneut auf eine unvergessliche Zeit und auf eventuelle Neuigkeiten und Überraschungen, die ich mit zurück in den Alltag bringen werde.

I’m coming home.

 

Lichtblick.

2. Dezember 2011

Mein Bauch tut mir weh. Nein, nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil ich heute Abend aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Ich kann mich immer wieder glücklich schätzen in den Genuss der Anwesenheit so angenehmer und guter Menschen zu kommen, die mich manchmal den Tränen nahe bringen. Alles positiv natürlich!

Ich bin generell der Meinung, man sollte seine Zeit nur mit Menschen verbringen, die ein reines Herz haben und die einem persönlich gut tun. Natürlich kann man das nicht immer beeinflussen, aber in Fällen, in denen man dazu in der Lage ist, sollte man sich darum bemühen. Es klingt wohl nach einer “heilen Welt”, die ich mir da schaffen will, aber darum geht es nicht. Es geht um unser eigenes Leben. Unser persönliches Wohl. Das, was uns ausmacht. Wenn wir uns selbst nicht wichtig nehmen, und dazu gehört in jedem Fall auch unser Umgang, dann können wir uns auch gleich vom Hochhaus stürzen.

Menschen die uns gut tun, machen uns nicht krank. Gesundheit ist das höchste Gut.

 

 

Inspiriert.

1. Dezember 2011

Glück.

Für mich ist Glück all das, was mich lachen lässt. All das, was die strahlende Sonne am Morgen zum schönsten Erlebnis des Tages macht. All das, was mich das Leben immer und immer wieder neu lieben lässt. All das, was mir bewusst werden lässt, dass ich das Wertvollste der Welt tagtäglich in meinen Händen halte – ein unbeschwertes und durch Gesundheit und Liebe bereichertes Leben.

Es geht mir gut.

“La vie est belle”. Mein Satz. Meine Einstellung. Die Wahrheit.

Wie oft hab ich schon gehört, wie schrecklich das Leben doch sei, von Menschen, die “viel zu viel” arbeiten mussten, deren Nachhauseweg “viel zu weit” sei, deren Freunde niemals Zeit haben oder deren Herd wiedereinmal nicht funktioniert. Doch haben diese sich auch mal gefragt, was wäre, wenn sie keine Arbeit hätten?Wenn sie kein Zuhause hätten?Wenn sie keine Freunde hätten?Wenn sie nur in seltenen Fällen die Möglichkeit hätten, warm zu essen? Sehen sie nicht wie lächerlich diese banalen Beschwerden doch sind, und was für ein nahezu perfektes Leben sie doch führen?

Dankbarkeit ist das Mindeste, was wir unserem unbeschwerten Leben schulden. Das wird mir immer wieder bewusst. Und nein, ich habe keinen Nelson Mandela gefrühstückt. Leider Gottes, höre ich viel zu oft negative Sätze, negative Einstellungen und Überzeugungen – allen voran, “Ach, das ist doch alles Scheiße!”, ohne dass man sich eigentlich bewusst ist, was für ein Nonsens da gerade über die Lippen sprudelt. Ich kann es nicht lassen. Wenn ich die Jammerei für unbegründet halte- sage ich es frei heraus. Stelle die Frage, ob der wichtigste Mensch dieser Person aus seinem Leben geschieden ist. Ob er totkrank ist, oder ob er erfahren hat, dass er nie wieder laufen kann. Fragende und zugleich entsetzte Blicke sind die Antwort. Mehr kommt dazu meist nicht und erst dann, erst dann fangen manche an zu denken. Viel zu spät.

Alles hat einen Sinn.

Wie ich auf das Ganze komme. Gar nicht. Es ist mir schon seit bald eineinhalb Jahren bewusst, dass man sein Leben nicht an Pessimismus oder, wie es manche auch nennen “Realismus” verschwenden darf, denn nur, wenn wir beginnen unsere Welt so zu sehen, wie sie ist, werden wir zum “mentalen Gewinner”. Alles macht Sinn. Trete ich einem Menschen mit einem unerfreuten Gesichtsausdruck und abwehrender Haltung gegenüber, bekomme ich genau diese Reaktion zurück. Trete ich einem Menschen mit einem Lächeln und offenen Armen gegenüber, werde ich auch freudig in Empfang genommen. Dieses Prinzip findet sich in jeder unserer Lebenssituationen wieder. Stehe ich dem Leben positiv gegenüber und sehe in jeder Situation einen Sinn und einen Nutzen, dann lächelt das Leben zurück. Man muss es ausprobieren.

Unser Leben ist einzig und allein ein Spiegel unserer Selbst.

Jessie J Who U are